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Albus

20, Männlich

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Re: I Wish It Was Me | James Sirius &' Albus Severus &' Scorpius | Zimmer von James | Jahre 2020

von Albus am 22.11.2020 18:40

Mein Herz pochte wie wild und dennoch versuchte ich ruhig zu bleiben, oder zumindest meinen Atem ruhig zu halten. Immerhin wollte ich auch Niemanden wecken. Das würde nur zuviel aufruhr bringen und dafür ich hatte gerade wirklich keine Nerven. Stillt folgt ich also meinem Bruder in sein Zimmer und blieb nicht unweit der Tür stehen, wobei mein Blick durch den gesamten Raum ging. Scorp saß auf dem Bürostuhl. Weiter gingen meine Augen, bis sie am Bett kleben blieben. Ich wollte mich nicht setzen. Zu sehr hatte ich das Bild von gerade ebend im Kopf. Wie sie übereinander lagen, dazu halb nackt. Eigentlich sollte es keine große Sache sein. Sie hatten eine Beziehung miteinander und hielten es wohl geheim, weil unser Vater und Scorps Dad sich einfach nicht gerade mochten. Aber so einfach war das für mich nicht. Sie konnten ja auch nicht wissen, dass ich in meinen besten Freund verliebt war. Scorp saß einfach so da. Schon wieder angezogen, aber seine zerzauste Frisur sprach Bände. Auch sein Gesicht verriet mir, dass er geistig noch in der Hitze des Gefechts war, zumindest entfernt. Ich konnte ihm nicht in die Augen sehen. Genauso wenig wie James. Sie waren die wichtigsten Menschen in meinem Leben und nun durfte ich erfahren, dass sie etwas miteinander hatten. Eigentlich wollte ich nicht hier sein. Ich wollte in mein Zimmer rennen, mich dort verkriechen, heulen und versuchen das alles zu vergessen.
James legte einen Zauber über den Raum, der wahrscheinlich keine Geräusche hinauslassen würde. Weiterhin still und ohne eine Miene zu verziehen sah ich diesen nun an. Meine Augen waren noch gerötet. Wartend darauf, was er mir nun erzählen würde. Oder auch, was Scorp sagen würde. Wenn sie jetzt sagen, dass sie sich Lieben, würde ich wohl durchdrehen, dabei sollte ich mich doch dann freuen. Das könnte ich aber nicht. Ich wollte auch nicht beginnen zu reden, sonst würde ich wohl wieder weinen.

 
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Re: I Wish It Was Me | James Sirius &' Albus Severus &' Scorpius | Zimmer von James | Jahre 2020

von Albus am 15.10.2020 19:03

In meiner Panik war es mir ziemlich egal, ob sie mich wirklich mitbekommen hatten oder nicht. Ich wollte einfach nur weg und den Anblick verdrängen, so schnell wie möglich. Aber das funktionierte nicht. Nichts klappte, bei dem Versuch, das alles zu vergessen. Wie könnte es auch? Ich hatte gerade meinen besten Freund im Bett mit meinem großen Bruder gesehen. Zwei Menschen, die mir so viel bedeuteten, taten Dinge miteinander, die ich mir nicht vorstellen wollte. Besonders nicht, wenn sie es miteinander taten. Gaah, geh aus meinem Kopf, du furchtbares Bild!! Meine Hände drückte ich an meinen Kopf, welchen ich stark schüttelte mit zusammengekniffenen Augen. Warum musste Scorp ausgerechnet etwas mit meinem Bruder am Laufen haben?! Ausgerechnet James....Hätte es nicht irgendwer Anders sein können?! Warum nicht....? Wieder schüttelte ich den Kopf, bevor ich eine Stimme auf der anderen Seite der Tür wahrnahm. Es war James. Mein grßer Bruder will mich tatsächlich versuchen irgendwie aufzumuntern. Und dabei auch keinen aus der Familie wecken. Natürlich nicht. Sie würden es nicht gut finden. Das würde sein Ansehen runterziehen und er hätte dann auch großere Probleme mit Dad, als ich sie schon hatte. Dann wären wir Beide komisch. Und das wollte er natürlich nicht. In meinem Inneren wusste ich, dass ihn das nicht wirklich interessiert, aber meine Wut brachte diese Gedanken heraus und verstärkten meinen Zorn. Ich schwieg, während er sprach. Wir sllten in sein Zimmer gehen. Und was würde ich sehen? Einen halbnackten Scorpius, wahrscheinlich auch halb erregt, bei dem, was die Beiden da trieben. Wollte ich mir das wirklich ansehen? Ich wusste es nicht.
"James...?", fragte ich leise, öffnete aber noch nicht die Tür. Ehrlich gesagt, wollte ich auch Niemanden wecken. In mir brodelte so viel, da könnte ich nicht noch unsere Eltern gebrauchen. Und gut ausgehen würde das hier dann noch weniger, als es sowieso schon tat. "Ich...ich bin verwirrt...", fuhr ich dann fort. Auch ich ließ mich nun auf dem Boden gleiten und hockte mit dem Rücken an der Tür. Mir kamen die Tränen. Ich war einfach nur verzweifelt. War ich denn für Niemanden gut genug? Erneut kniff ich meine Augen zusammen, während ich meinen Kopf in Richtung Decke streckte. Mein Bruder konnte wahrscheinlich das Schluchzen hören, welches ich von mir gab. Ich biss mir auf die Unterlippe, um so leise wie möglich zu sein, aber es war schwer.
Nachdem James mir allerdings ein paar beruhigende Worte zugeflüstert hatte, beschloss ich, mich zusammenzureißen. Langsam quälte ich mich hoch, wischte mir die Tränen weg, so gut es eben ging und öffnete die Tür. Langsam öffnete ich diese und sah meinen großen Bruder still an, die Augen noch gerötet durch die Tränen. Ein wenig lief auch meine Nase, welche ich immer wieder leise hochzog. So fertig, wie in diesem Moment, hatte ich mich nie gefühlt.

 
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Re: I Wish It Was Me | James Sirius &' Albus Severus &' Scorpius | Zimmer von James | Jahre 2020

von Albus am 12.10.2020 21:19

Es war stockfinster, als ich plötzlich mitten in der Nacht wach wurde. So fühlte es sich zumindest an. Auch wenn es wohl eher dan den zugezogenen Vorhängen lag. Ein paar Minuten lag ich so wach und überlgte. Da ich Scorpius nicht leise schnarchen hörte, musste er wohl auch noch wach sein. Sonst hörte man ihn zumindest. "Hey, Scorp.", flüsterte ich leise in die Dunkelheit mit einem kleinen Lächeln. Keine Antwort... "Scorp?", fragte ich dann, aber schon wieder gab es keine Antwort. War er etwas nicht da? Vielleicht hatte er ja Hunger und holte sich einen Mitternachtssnack oder musste wohl auf die Toilette. Apropos Toilette, mir drückte die Blase. Also nichts wie auf und in die Pantoffeln, um dan die Zimmertür zu gehen und sie zu öffnen.
Der Flur war dunkel und kein Licht war mehr zu sehen. AUßer bei James, aber der schrieb gerne mitten in der Nacht an seinen Texten. Er war wirklich ein kreativer Kopf und wusste immer, wie er weiterkommt. Ich beneidete ihn wirklich. Alles, was er wollte, bekam er auch. Um ihn nicht zu stören, schlich ich leise den Flur entlang. Das letzte, was ein kreativer Kopf brauchte, war ein kleiner Bruder, der wie ein Elefant durch das Haus rennt. Zum Glück war ich schon geübt darin, mich leise zu bewegen, weshalb man mich auch selten wahrnahm. Manchmal war das ein gewaltiger Vorteil, ab und an aber auch ein ziemlicher Nachteil.
Als ich dann aber an James Zimmer vorbeikam, hörte ich seltsame Geräusche, genauso wie Stimmen, die ab und an redeten. James war nicht alleine? Und was waren das für Geräusche? Ich kannte sie nicht. Und die Stimme, die nicht die meines Bruders war....war das wirklich? Das konnte doch nicht sein, oder? Mit diesem Gedanken ging mein Blick einmal in Richtung des Badezimmers. Kein Licht zu sehen, durch die Türränder. Danach wandte sich mein Blick runter in Richtung der Küche. Auch von dort sah man kein Blick.
Ich wurde nervös. Sollte ich das wirklich machen? Aber was blieb mir übrig? Ich musste meine Theorie einfach prüfen. Und sie würde bestimmt nicht wahr sein. Bestimmt war das alles ein Irrtum und wir würden dann beherzt darüber lachen. Mein Herz pochte wie wild, als meine Hand langsam die Türklinke berührte. Noch einmal atmete ich tief durch und klopfte an. Höflichkeit ging immer vor. Ohne allerdings zu warten, öffnete ich direkt die Tür. So tat ich das immer, was James auch von mir kannte. Normalerweise würde er an seinem Schreibtisch sitzen, etwas schreiben und mich mit einem Lächeln begrüßen, bevor er mich fragte, ob ich seinen neuen Text lesen möchte. Diesesmal war dem nicht s und ich konnte meinen Augen nicht trauen. Er lag auf dem Bett, Oberkörperfrei und auf meinen besten Freund hockend. Meine Augen wurden groß, mein Atem schwer und schnell. "I-ich....w-was...", war das Einzige, was meinen Mund verließ. Zu mehr war ich garnicht im Stande. Mein Kopf drehte sich.
Ehe ich mich versah, trugen mich meine Füße im schnellen Schrittempo weg, dank der Pantoffeln so leise, wie es eben sein konnte. Die Tür zu James' Zimmer zu schließen, daran dachte ich garnicht mehr. Statt in mein Zimmer zu gehen, führte ich meinen Weg fort ins Badezimmer, in welchem ich mich direkt einschloß. Das Licht machte ich nicht an. Ich wollte nichts sehen und nichts hören. Mit dem Rücken presste ich mich gegen die Wand, mein Atem war immernoch schwer und schnell. Beruhigen konnte ich mich wirklich nicht. Und ich glaubte, das wollte ich auch nicht.

 
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Re: I Wish It Was Me | James Sirius &' Albus Severus &' Scorpius | Zimmer von James | Jahre 2020

von Albus am 11.10.2020 18:35

Heute war ein Tag, auf den ich mich schon lange gefreut hatte, den endlich besuchte mich ein Mensch, der mir verdammt wichtig war: mein bester Freund Scorpius. Nach langem betteln gelang es mir zum Glück, die Erlaubnis meines Vaters zu holen, dass dieser bei uns übernachten durfte. Die langjährige Tradition, unsere Großmutter zu besuchen und mit allen Potter, Weasleys und Grangers Weihnachten zu feiern, war einfach nicht meins. Seit ich im ersten Jahr nach Slytherin kam, mieden mich viele aus der Familie. Besonders Rose ignorierte mich stetig. Eigentlich hatte auch nur Dominique nichts dagegen, da ihre beste Freundin ebenfalls eine Slytherin war. Da war sie aber wirklich eine Ausnahme. Das war auch der Grund, warum diese Feier eher eine Qual für mich war, statt einer Freude. Umso mehr erwartete ich nach den Feiertagen mit voller Aufregung die Ankunft meines besten Freundes.
Endlich war es soweit und es klingelte an der Tür. Sofort sprang ich auf und rannte aus meinem Zimmer, wo ich eben noch ein Gästebett zurecht gemacht hatte und lief an meinen älteren Bruder James vorbei, um den blonden Jungen unten an der Eingangstür willkommen zu heißen. Mit einer Umarmung begrüßte ich Scorpius, eine Sache mit der mein Vater nie wirklich klar kam und brachte diesen direkt mit in mein Zimmer. Zusammen berichteten wir uns gegenseitig die Ereignisse der letzten Woche. Wobei sein Weihnachten deutlich ruhiger verlief als meine. Er hatte wirklich ein Glück. Nichts ist schlimmer, als an einen Tisch zu sitzen, mit einer riesigen Familie, wo gut dreiviertel der Anwesenden einen nicht mochten, aufgrund der Hausplatzierung, die man hatte. Von manchen bekam man komische Blicke, von wieder Anderen wurde man einfach ignoriert. Es machte einfach keinen Spaß. Es tat wirklich gut, dass ich zumindest ihn hatte und mich anvertrauen konnte.
Während des Abendessens war ich auch glücklicher als sonst, so eine Auswirkung hatte mein bester Freund auf mich. Obwohl ich manchmal das Gefühl hatte, er war nicht ganz bei der Sache, besonders als wir danach noch ein paar Runden Exploding Snap spielten. Als es dann zur Schlafenszeit ging wurde es auch sehr schnell ruhig. Normalerweise redeten wir uns immer gegenseitig in den Schlaf, weil wir soviele Themen hatten. Irgendwann aber übermannte mich die Müdigkeit und ich schlief seelenruhig ein.

 
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